EINE STIMME – Maxim (K.I.Z.)

K.I.Z. also.

Diese Band mit diesem wortwörtlichen „Notenständer“. Und der harten textlichen Überpräsenz von „Nutten“, „Schwänzen“ und „Hurensöhnen“. Doch selbst das letzte liebevoll-ironisch besungene Gogo-Girl wird schwach, wenn die Index-Centerfolds des deutschen Raps zum Weltfrauentag kostenlose Konzerte geben, auf Youtube zu Antifa-Demonstrationen aufrufen oder in ihren Texten Verständnis für die aktuelle Windel-Preispolitik artikulieren.

Billige Zensurhascherei oder raffiniert sarkastische Gesellschaftskritik? Dass K.I.Z. mit Bushidos aktueller plumper Bartprovokations-PR ungefähr so viel gemeinsam haben, wie Dein Späti-Verkäufer mit dem FDP-Wahlprogramm, wird spätestens dann klar, wenn Maxim zur aktuellen Bundestagwahl erneut für „Die Partei“ und den Wiederaufbau der Mauer antritt. Aus Spass. Oder der jüdische Comedian Oliver Polak im neuesten Video einen unschön gealterten, aber von Omis als Boygroup-Star gefeierten, Adolf Hitler mimt.

Liebste K.I.Z. – was soll das alles eigentlich? Wir haben bei Maxim mal für Euch nachgefragt.

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